AUFBRUCH STUTTGART ist eine überparteiliche, unabhängige und gemeinnützige Initiative Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger. Ihr Ziel ist es, die Stadtentwicklung und Stadtgestaltung durch Ideen und Impulse voranzubringen.

STUTTGART EINST – STUTTGART JETZT

Am Donnerstag, den 22.06.2017 informiert Christian von Holst um 19 Uhr im Hospitalhof über eine Stadt im Aufbruch, über den Stadtkern und die B14.

Christian von Holst, Direktor der Staatsgalerie Stuttgart a.D., hat sich während seiner Museumsjahre intensiv mit der Geschichte und Kunst Stuttgarts seit dem späten 18. Jahrhundert befasst und in den letzten Jahren besonders Recherchen zur Entwicklung der Stadt und den Ansichten ihrer Straßen und wichtigsten Gebäude angestellt. In seinem Vortrag bietet er ein aufschlußreiches Nebeneinander früherer, vielfach unveröffentlichter und heutiger Darstellungen Stuttgarts, die zu einem Überdenken manch getroffener Entscheidungen anregen möchten.

ERSTE ERFOLGE FÜR AUFBRUCH STUTTGART

Initiative will den Wandel von der autogerechten zur menschengerechten Stadtregion zum Thema der IBA machen.

„Unser Engagement lohnt sich. Wir sehen erste Erfolge unserer Arbeit.“ Die erst im März gegründete überparteiliche Initiative AUFBRUCH STUTTGART hat sich, ausgehend von einer Umgestaltung der Kulturmeile, die Entwicklung Stuttgarts zu einer modernen, zukunftsfähigen Stadt auf die Fahnen geschrieben. Jetzt scheint das Ziel, frischen Wind in die Kommunalpolitik zu bringen, erstmals konkrete Folgen zu zeigen. „Der Vorstoß von Grünen und SPD für eine autofreie City, wäre ohne unsere Vorreiterrolle sicher nicht - oder zumindest nicht so schnell - Realität geworden,“ sagte unser Vorsitzende Wieland Backes am Rande einer Veranstaltung der Wirtschafts- und Industrievereinigung Stuttgart, zu der er zusammen mit Vorstandsmitglied Arno Lederer eingeladen waren, um Ihre Ideen vor Unternehmern und Managern darzulegen.

Während die Politik den schwierigen Wandel der Autometropole zu einer menschengerechten Stadt in Angriff nimmt, tut sich die ortsansässige Automobilindustrie selbst offenbar schwer damit. Anfragen von AUFBRUCH STUTTGART in Sachen Austausch und Unterstützung wurden rundum negativ beschieden, zum Teil mit Hinweis auf die doch stattlich geleisteten Gewerbesteuerzahlungen.

„Autofreie City“, das ist für viele in der Automobilindustrie und in der Geschäftswelt noch immer ein angstbesetztes Schreckgespenst. „Dabei hat sich“, so Arno Lederer, “zwischen Barcelona, Kopenhagen, New York und Paris längst die Überzeugung durchgesetzt: Zumindest in den großen Städten und Ballungsräumen liegt die Zukunft des Autos längst hinter uns“.

Hätte es da nicht einen besonderen Reiz, wenn gerade in der Autostadt Stuttgart gemeinsam mit der Autoindustrie neue Wege erprobt und gegangen würden? Den idealen Aufhänger dafür bietet die „Internationale Bauausstellung Stadtregion Stuttgart“. Eine Vorreiterrolle in Sachen Mobilität und eine lebendige Heimstatt für Kultur und urbanes Leben in einer Stadt, die den Menschen zum Maßstab macht, das wäre den Aufbruch wert. Es ist höchste Zeit für die Rückeroberung der Stadt durch ihre Bürger. (Pressemitteilung vom 21.06.2017)

MAZDA ADLI – STRESS AND THE CITY

Mazda Adli und Wieland Backes im Gespräch am Donnerstag, den 27. Juli 2017 um 20 Uhr im Hospitalhof.

Wir sind besonders stolz darauf, dass wir Mazda Adli für einen Besuch in Stuttgart gewinnen konnten. Er ist Psychiater, Psychotherapeut und Chefarzt der Fliedner Klinik Berlin. In seinem neuen Buch „Stress and the City“ ergründet er, warum Städte uns krank machen und warum sie trotzdem gut für uns sind. Wir laden herzlich ein zu einem Vortrag mit anschließendem Gespräch am Donnerstag, den 27. Juli um 20 Uhr im Hospitalhof.

VOLLES HAUS BEI "WAS NUN, HERR KUHN?"

Rund 850 Personen waren am 16. Mai im Hospitalhof dabei, als sich Oberbürgermeister Fritz Kuhn den Fragen der Moderatoren Ulrike Groos und Wieland Backes sowie von Mitgliedern der Initiative stellte.

Foto: Günther Ahner

Dabei sparte der Oberbürgermeister nicht mit Anerkennung: „Die Stadt brauche“, so Kuhn, „eine Bewegung aus der Bürgerschaft heraus“. Der Verein AUFBRUCH STUTTGART habe das visionäre Potenzial in der Stadt erkannt. Rückbau der Konrad-Adenauer Straße zum Stadtboulevard oder gar Untertunnelung, der Bau eines Konzerthauses und eines neuen Lindenmuseums, zentrale Forderungen der Initiative sollen jetzt zügig Wirklichkeit werden. Allerdings, Neues gebaut werden soll nicht an der Kulturmeile, sondern im Rosensteinquartier. Und der Baubeginn kann dort erst ausgerufen werden, wenn Stuttgart 21 fertig und das Gleisbett zwei Jahre später ausgeräumt ist, also frühestens Ende 2025.

Hier setzt die Kritik von AUFBRUCH STUTTGART ein . Die Initiative vermisst eine städtebauliche Konzeption, eine ernsthafte Ambition zur Neugestaltung des städtischen Raums, auch innerhalb des schon bestehenden Kulturquartiers. Experten aus den Reihen von AUFBRUCH STUTTGART fordern die Ausschreibung eines hochkarätigen, internationalen Wettbewerbs ohne Denkverbote.

In den Stuttgarter Nachrichten vom 20.05.2017 schreibt Lokalchef Jan Sellner in seinem Kommentar zur Stadtentwicklung, in dem er die breite Diskussion über Stuttgarts städtebauliche Zukunft sehr begrüßt: „Das ist nicht zuletzt das Verdienst des Vereins Aufbruch Stuttgart, dem es, angeführt von Kulturschaffenden, gelungen ist, der lange lahmenden Stuttgart-Diskussion Leben einzuhauchen: Binnen kurzer Zeit hat sich Gruppierung zu einer außerparlamentarischen Plattform für Ideenaustausch entwickelt nach dem Motto: Wer Visionen hat, muss zum Aufbruch gehen…“

Inzwischen hat der Oberbürgermeister seine Überzeugungen in einem Positionspapier für den Gemeinderat festgehalten. Der Titel des Papiers lautet: „Eine Vision für Stuttgart“. Genau unter dieser Überschrift hatte AUFBRUCH STUTTGART vor 3 Monaten zu seiner ersten Informationsveranstaltung eingeladen. Das Positionspapier ist hier im Internet zu finden. (20.05.2017)